Luftpanoramen: Abheben mit Vorsicht

//Luftpanoramen: Abheben mit Vorsicht
Inspire 1 Pro - Luftbilder

Beeindruckende Luftaufnahmen, atemberaubende 360 Grad Luftpanoramen, außergewöhnliche Blickwinkel – ja genau das verdanken wir dem Technik-Fortschritt für Bild- und Videomaterial durch Drohnenflüge.

Die Technik schreitet fort und wir schreiten mit. Durch das Einsetzen der modernen Flugroboter werden ganz neue Perspektiven eröffnet.
Doch Vorsicht ist geboten: beim Umgang mit Drohnen gibt es einiges zu beachten.
Wir von CAMINATOR haben die grundlegendsten Regeln für den deutschen Luftraum einmal zusammengefasst:

 

1. Die Genehmigung
Allgemein gilt bei kommerzieller Nutzung von Ferngesteuerten Flugobjekten wie z.b. unserer Inspire 1, dass immer eine Aufstiegsgenehmigung der zuständigen Landesbehörde vorliegen muss. Zusätzlich müssen innerhalb geschlossener Ortschaften Polizei oder Ordnungsbehörde informiert werden. Diese Genehmigung gilt immer nur für das jeweilige Bundesland in welchem die Genehmigung beantragt wurde und muss für jedes weitere erneut beantragt werden.

 

2. Zum Schutz der Privatsphäre
Grundsätzlich besteht die Regel, dass nicht in den Bereich „der privaten Lebensräume Dritter“ eingedrungen werden darf. Deshalb benötigt man zur Erstellung und auch zur
Veröffentlichung der Aufnahmen von Gebäuden oder Personen die Zustimmung des Inhabers bzw. der abgebildeten Personen.

 

3. Haftpflichtversicherung
Egal ob aus Hobbyzwecken oder gewerblichen Hintergründen, das Fliegen mit Drohnen oder Multicoptern ist versicherungspflichtig. Meist wird hier eine Zusatzversicherung benötigt, da die private Haftpflicht dies i.d.R. nicht beinhaltet.

 

4. Zonen des Flugverbots
Das Regierungsviertel in Berlin darf nicht überflogen werden. In etlichen Bundesländern gibt es zusätzliche Sonderregelungen bezüglich Flugverbotszonen über z.B. Atomkraftwerke, Katastrophengebieten oder Unfallstellen. Ein unbemanntes Flugobjekt darf sich darüber hinaus Flughäfen bis zu einem minimalen Abstand von 1,5 Kilometern nähern. Das Fliegen über Menschenansammlungen bedarf einer Sondergenehmigung welche immer für den jeweiligen Einsatz gesondert beantragt werden muss.

 

5. Öffentliche Veranstaltungen
Es ist keine Einwilligung zum Erstellen und veröffentlichen nötig, sofern Personen nicht identifiziert werden können. Ähnlich auch bei Objekten, sofern sie frei von Rechten Dritter sind, wird keine Genehmigung benötigt.

 

6. Allgemeine Flugregeln
Der Betrieb der UAVs (Unmanned Areal Vehicle) muss in Sichtweite des Piloten erfolgen.
Die „einfache“ Aufstiegsgenehmigung erlaubt die maximale Flughöhe von 100m ab dem Startpunkt. Dies setzt eine maximale Gesamtmasse (Drohne & Kamersystem) von bis zu 5 kg voraus. . Vor jedem Flug müssen Informationen über die Verhältnisse der Luft am Ort und des Wetters eingeholt werden. Zur Dokumentation muss ein „Flugbuch“ geführt werden. Für Drohnen über 5KG gelten wiederum gesonderte Aufstiegsgenehmigung.

 

7. Start- und Landeplatz
Die Sicherheit aller Beteiligten und auch zufällig anwesenden Personen muss gewährleistet sein. Eine Start- und Landezone muss daher gekennzeichnet sein.

 

Bei Nichteinhalten dieser Kriterien, kann es zu großen Problemen mit Behörden und Versicherungen kommen. Im Schadenfall kann es dazu führen, dass die Versicherung keinerlei Kosten übernimmt. Daher ist es erforderlich sowohl für Hobby-, als auch für gewerbliche Drohnenpiloten, sich an diese Rahmenbedingungen zu halten.

Wir von CAMINATOR sind natürlich mit allen Vorschriften des Luftverkehrs vertraut und freuen uns Ihnen die Welt der UAV´s etwas näher bringen zu dürfen.

 

Das Bildmaterial im Blogeintrag ist beispielhaft zum Thema und lediglich zu Demonstrationszwecken verwendet. Es handelt sich dabei nicht um eine Aufnahme der Fa. Cornelius Löwenthal bzw. CAMINATOR